Fingerschmuck und Schmuck Ringe

Ringe als Schmuck

Der übliche Fingerschmuck war in der Vergangenheit ebenso wie in der heutigen Zeit der Ring. Aus allen alten Kulturen unserer Erde gibt es Funde, welche die Nutzung von Schmuck Ringe, als Zaubergegenstand und Statussymbol belegen. Hergestellt wurde solcher Fingerschmuck dabei aus den unterschiedlichsten Materialien: Edelmetalle wie Gold und Silber, aber auch aus Messing und Bronze, Edelsteinen und Knochen wurden für die Herstellung von Ringen genutzt.

Der Siegelring aus alten Kulturen

Besonders in den alten Kulturen der antiken Griechen und Römer gab es den Brauch, dass ein Mann von Stand einen besonderen Fingerschmuck sein eigen nannte: den Siegelring. Der Siegelring ist ein Ring, in dem das Familienwappen oder das Familiensymbol so eingraviert ist, dass er wie ein Petschaft in heißes Wachs gedrückt das Wappen abbilden kann. Aufgrund des hohen Wertes eines solchen Siegelrings, dessen Herstellung teuer war und das Vorhandensein eines Wappens erforderte, das ebenfalls nicht jeder hatte, stellte dieser Fingerschmuck bereits deutlich den gesellschaftlichen Status seines Trägers zur Schau.

Ein Zeichen der Zusammengehörigkeit - Die Eheringe

Aus der damaligen Zeit erhalten hat sich auch die Eheringe. Während dieser bei den Römern eher dem weiblichen Part des Paares vorbehalten war, gehört der Ehering als Zeichen der Zusammengehörigkeit bereits seit dem 13. Jahrhundert zum offiziellen Eheritus der Kirche, war jedoch bereits viel früher bekannt. Nachweisbar ist die Verwendung von Ringen als Zeichen des Ehestandes bereits seit dem dem 9. Jahrhundert nach Christus.

Die Eheringe ist dabei früher wie heute mehr als nur ein einfacher Fingerschmuck, er ist ein Symbol der angedachten Verbindung, die wie der Ring selbst keinen Anfang und kein Ende hat. Bis heute hat sich auch die symbolische Verbindung von zwei verschlungenen Ringen als Zeichen der Eheschließung erhalten. Diese verschlungenen Ringe stehen dabei sowohl für die spirituell als Unendlichkeitssymbol angesehene liegende acht als auch für die besondere Beziehung zwischen zwei Menschen, da die Ringe nicht auseinander genommen werden können, ohne einen der beiden Ringe zu zerbrechen, was auch im kirchlichen Hochzeitsritus in Worten geschildert wird: ...bis das der Tod Euch scheidet.

Giftringe für teufliche Gedanken

Ein weiterer, historisch interessanter Fingerschmuck ist der so genannte Giftring. Dieser Ring wurde so hergestellt, dass er (häufig unter einem Edelstein oder vergleichbarem Zierrat versteckt) einen Hohlraum besaß. In diesem Hohlraum konnten sowohl flüssige als auch pulverförmige Substanzen in kleinen Mengen versteckt werden. Man nimmt heute an, dass Intriganten im Umfeld mächtiger Personen solche Giftringe nutzten, um so unbemerkt an die Speisen und Getränke des Feindes zu kommen, ohne selbst auf zu fallen. Auf diese Art wurden nicht selten die Machtverhältnisse tödlich verändert.