Perlenschmuck

Perlmutt ist die Substanz von Perlen

So wie die echte Perle ein ganz besonderes Material in der Schmuckverarbeitung darstellt, so ist auch der Perlenschmuck besonders in der Schmuckwelt angesehen. Bereits im Altertum erkannte man den Wert dieses besonderen Materials, das im inneren einiger weniger perlmuttbildenden Muscheln entsteht.

Wie entsteht eigentlich eine Perle ?

Perlenschmuck wird unterschieden in die Herkunft seiner verarbeiteten Perlen. Besonders selten und gleichzeitig nur selten für den Handel brauchbar sind Naturperlen. Sie entstehen durch das Eindringen von Fremdkörpern in die Perlmutt bildende Muschel, welche sich sozusagen mit der Überlagerung des Fremdkörpers mit Perlmutt zur Wehr setzt. Die Form der daraus entstehenden Muschel richtet sich nach der Form des Fremdkörpers. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein vollständig runder Fremdkörper in der Muschel verfängt ist naturgemäß sehr unwahrscheinlich, weshalb auch die Naturperlen nur selten an die Erfordernisse der Schmuck-Industrie heran reichen.

"Künstliche Befruchtung" bei der Perlenzucht

Dieser Umstand wird sich jedoch in der Perlenzucht zu Nutze gemacht. Dabei werden die Zuchtperlen bzw. die Muscheln für den künftigen Perlenschmuck mittels entsprechender Implantate aus Perlmutt derart gereizt, dass die Muschel beginnt, das eingebrachte Perlmuttkügelchen zu einer Perle weiter zu entwickeln. Im Handel befinden sich heute sowohl Perlen aus Salzwasserzuchten als auch Süßwasserperlen. Durch diese Zuchtmöglichkeiten sind Perlen und Perlenschmuck heute nicht mehr nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten, wenngleich einige Perlen bis heute im Besitz gekrönter Häupter einige Berühmtheit erlangt haben.

Zu diesen berühmten Perlen gehört beispielsweise die Perle La Peregrina, die aus den Schatzkammern des spanischen Königshauses inzwischen eine weite Reise durch die Schmuckschatullen anderer Regenten wie Napoleon bis hin zu einer Auktion bei dem berühmten Auktionshaus Southeby's in die Hände der Schauspielerin Elizabeth Taylor hinter sich brachte, wo sie für rund 37.000 US-Dollar erstanden wurde.

In der Mythologie finden sich ebenfalls Hinweise auf den Wert von Schmuck aus Perlen. Man brachte sie mit der Fähigkeit in Verbindung, die Liebe zwischen zwei Menschen erwecken und Fruchtbarkeit mehren zu können, weshalb sie gerne als Brautgabe zur Hochzeit verschenkt wurden. Neben der Eigenschaft, Liebe zu bringen, gilt der Perlenschmuck jedoch auch als das Symbol der Reinheit - ist diese im Herzen des Trägers nicht im ausreichenden Maß vorhanden, sollen die Perlen jedoch auch Tränen symbolisieren. Aus diesem Grund insbesondere in Bezug auf eventuelle unreine Gedanken in der Hochzeitsnacht sollte die Braut die Perlen auf keinen Fall während der Hochzeit tragen, um die Hochzeitsfeierlichkeit nicht zu trüben.

Dies gilt jedoch vorrangig für die weißen Perlen. Daneben gibt es auch anders farbige Perlen in einem Farbspektrum von weiß über Naturtöne, rosa, bläulich, grau und schwarz, welche ebenfalls zu zauberhaftem Perlenschmuck verarbeitet werden.